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Ausgabe Nr. 2 vom 8. April 2021

Liebe Kollegin, lieber Kollege, liebe Leserinnen und Leser,

für bessere Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz und Wertschätzung kann und muss man gerade in Krisenzeiten einstehen. Ihr als geneigte Leserschaft wisst das natürlich. In diesem Sinne: Herzlich Willkommen in dieser Ausgabe des Newsletters eures Lieblingsfachbereichs im schönen Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.

So harmonisch begrüßten wir Euch vermutlich in keiner anderen Ausgabe. Ein bisschen Harmonie ist aber gerade angebracht, schließlich feiern wir Geburtstag. Genauer genommen wurde ver.di am 19.03.2001 gegründet. Anlässlich des Jubiläums gab es am 19. März auch einen Livestream mit alten Bekannten, ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, Kultur – und natürlich auch mit Diskussionen zu aktuellen Herausforderungen für uns und die gesamte Gewerkschaftsbewegung. Wer es live nicht geschafft hat, kann den Stream auch noch nachverfolgen: https://www.verdi.de/20-jahre.

Daneben gibt es auch spannende Ausschnitte aus dem Gründungskongress sowie ein Interview mit dem ver.di-Vorsitzen Frank Werneke.

„Sehr viele Kolleg*innen, die bei uns organisiert sind, stehen – auch in Zeiten der Corona-Pandemie – gar nicht vor der Frage, ob sie ihre Tätigkeiten im Homeoffice ausführen können oder nicht, sondern sie müssen, wenn sie nicht in Kurzarbeit sind, an ihren Arbeitsplatz gehen […]“, gibt Frank Werneke darin zu bedenken. Das klingt fast wie die Antwort auf unser letztes Newsletter-Editorial.

Einige Arbeitgeber scheinen die Pandemie für ohnehin erdachte Sparkonzepte zu missbrauchen und sie rechnen damit, dass dieser Tage die Gegenwehr nicht möglich sei. An der Stelle bleibt uns als Beschäftigten nichts Anderes übrig, als uns verantwortungsbewusst und entschieden dagegen zu wehren. Wie das geht, zeigen aktuell die Kolleginnen und Kollegen in der Bremer Sicherheitsbranche. Auch beim Technischen Überwachungsverein stehen die Zeichen auf Sturm. Wir werfen ein Auge auf Ausschreibungsverfahren zu kerntechnischen Bewachungsobjekten und den ein oder anderen praktischen Hinweis u. a. zu „meine ver.di“ und den 1. Mai haben wir auch noch für Euch. 

Wir wünschen Euch eine informative Lektüre.

Deine Rückmeldung oder Frage kannst du gerne senden an:
fb13.nds-hb@verdi.de

Das Team des Fachbereichs Besondere Dienstleistungen

Bremen

Warnstreiks in der allgemeinen Bewachung

Nach dem Auftakt am Montag, den 22. März, bei welchem die Kolleg*innen der elko Sicherheit an den Kraftwerken Hafen und Hastedt für jeweils zwei Stunden die Arbeit niedergelegt hatten, schlossen die ver.di-Aktiven anderer Sicherheitsunternehmen daran in den folgenden Tagen erfolgreich an.

Am 24.03.2021 legten die Sicherheitsmitarbeiter*innen von Kötter Security am Mercedes-Benz-Werk und bei Rheinmetall in Bremen ab 12 Uhr für drei Stunden die Arbeit nieder. Hieran beteiligten sich Kolleg*innen an den Werkstoren und in den Außenlagern, was unter anderem zu Verzögerungen in der Zu- und Auslieferung führte. Von Seiten Kötters kam es hierbei zu Versuchen, in das Streikrecht einiger Kolleg*innen einzugreifen

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TÜV Nord

Tarifverhandlungen

Weit über 100 Teilnehmende aus verschiedenen TÜV-Gesellschaften beteiligten sich Ende März an „Mobi Dig“ (Mobilisierungsveranstaltung Digital). Von guten Nachrichten im Sinne eines guten Arbeitgeber-Angebotes konnte die Bundestarifkommission leider nicht berichten. Mit Interesse und teilweise Empörung wurden die Berichten von Kolleginnen und Kollegen von TÜV SÜD, TÜV Hessen, GRS, SGS, Buero Veritas und TÜV Rheinland verfolgt.

Im April sind derzeit noch zwei Verhandlungsrunden geplant.


Vergabepraxis Kerntechnische Anlagen

Eins ist klar – Nur mit 613a

Ob Dampfwalze, Bürostuhl oder Beschäftigte: Wenn eine Firma aufgekauft und weiterbetrieben wird, werden alle und alles „mitgekauft“. § 613a BGB sichert, dass die Arbeitsverhältnisse beim sog. Betriebsübergang auf den neuen Inhaber mit übergehen. Das gilt nach einschlägiger Rechtsprechung auch für hochkomplexe und „betriebsmittelgeprägte“ Bewachungsaufträge (vgl. BAG 23.05.2013, 8 AZR 207/12). Der Betriebsübergang nach § 613a BGB ist eine zwingende Schutzvorschrift, von der nur zugunsten der Beschäftigten abgewichen werden kann.

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Versammlung aktiver Schichtwechsel am KKU


Betriebsratswahlen 2022

Seminarhinweise

Haben wir nicht gerade gewählt? Diese Frage kommt sicherlich nicht nur uns in den Kopf, wenn wir heute das Thema Betriebsratswahlen auf den Plan rufen. Es ist tatsächlich schon wieder Zeit, sich auf die nächste Wahlperiode ab 2022 vorzubereiten!

Einige Gremien wählen aus unterschiedlichen Gründen schon in diesem Jahr, andere machen sich Gedanken über den Generationenwechsel und wieder andere fragen sich, wie sie die Belegschaft am besten mobilisieren können.

Alle diese Themen wollen wir rechtzeitig aufgreifen und bieten Euch dazu schon jetzt unterschiedliche Informationsangebote und Seminare an. Aus gegebenem Anlass natürlich im entsprechenden Online-Format.

Das Bildungswerk ver.di in Niedersachsen hat für die kommenden Wahlen einige Seminare im Angebot


Der 1. Mai im Internet

Kundgebungen vor Ort unter Vorbehalt

Das DGB-Motto zum Internationalen Tag der Arbeit 2021 lautet: „Solidarität ist Zukunft“. Es drückt die Überzeugung aus, dass der Ausweg aus der aktuellen Krise sowie die Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft in dem zentralen Wert liegt, den Gewerkschaften leben: Solidarität. Solidarität wird auch der rote Faden für (Präsenz-) Kundgebungen und den bundesweiten Livestream am 1. Mai sein.

Mit einem abwechslungsreichen dynamischen Programm aus Politik, Kultur-Acts, Talks und Mitmachaktionen knüpft der DGB an den Erfolg des digitalen Tags der Arbeit im vergangenen Jahr an – als erstmals in der Geschichte des DGB keine Mai-Kundgebungen auf Straßen und Plätzen stattfinden konnten.

Bis zum 18. April kannst auch Du dich mit einem Videostatement beteiligen – wie, das erklärt der DGB auf seiner Seite.

Und auch dieses Jahr gibt es einen virtuellen Chor. Im Vorfeld nutzt in gängigen sozialen Netzwerken den Hashtag #SolidaritätIstZukunft.

Gesendet wird der rund 90-minütige Livestream aus der DGB-Zentrale in Berlin am 1. Mai 2021 ab 14 Uhr über Facebook, Youtube und die DGB-Webseite. Mit dabei sind auch in diesem Jahr wieder namhafte Künstlerinnen und Künstler in einem bunten, politischen Programm von Poetry Slam bis zum „größten Chor Deutschlands“. Alle weiteren Informationen zum Programm gibt's laufend ergänzt auf der Seite https://www.dgb.de/erster-mai-tag-der-arbeit

1. Mai 2021

Kundgebungen vor Ort

Das Programm der Kundgebungen steht aufgrund der Pandemielage unter Vorbehalt. Kundgebungen sind vielerorts geplant, aktuelle Informationen findet Ihr auf der Homepage euer DGB-Region. Bitte beachtet die aktuellen Verordnungen zum Infektionsschutz und die allgemeine Pflicht zum Tragen einer Maske sowie mindestens 1,5 m Abstand zueinander zu halten. Bleibt gesund!


Mitgliederservice

meine ver.di

„meine ver.di“ ist die Online-Plattform für alle ver.di-Mitglieder. Künftig laufen hier unsere Online-Services zusammen. Auf „meine ver.di“ lassen sich Mitgliedsdaten bearbeiten, die Beitragsquittung und die Mitgliederbescheinigung herunterladen und direkt ausdrucken, die Gruppenplattformen zur gemeinsamen Diskussion und zur Arbeit an Dokumenten erreichen und alle Informations-Abos verwalten.

meine ver.di

Perspektivisch werden wir diesen individuellen ver.di-Raum mit weiteren Service-Angeboten und passenden Informationen bestücken. Damit bietet „meine ver.di“ einen sicheren, einheitlichen Zugang zu digitalen Leistungen, der endgeräteunabhängig funktioniert. Unsere Mitglieder erhalten durch „Meine ver.di“ wesentlich mehr Transparenz und Kontrolle über ihre bei uns gespeicherten Daten.

Hier geht’s zu meine.verdi.de >


Progressionsvorbehalt

Was Beschäftigte bei der Steuererklärung beachten müssen

„Die Krise bringt ohnehin hohe Kaufkraftverluste mit sich. Auch deshalb ist es angebracht, dass hart getroffene Beschäftigte nicht noch zusätzlich durch höhere Steuern zu belasten“, so Stefan Körzell vom DGB.

Viele Millionen Beschäftigte sind in der Corona-Krise auf Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld oder andere Leistungen angewiesen. Das kann bei der nächsten Steuererklärung Folgen haben. So kann der sogenannte Progressionsvorbehalt dazu führen, dass sie Steuern nachzahlen müssen.

Ein Ratgeber für Beschäftigte >

Einige ver.di-Gliederungen unterstützen auch

die Petition „Keine zusätzlichen Steuern wegen Lohnersatzleistungen - auch nicht bei Kurzarbeit“ an den Deutschen Bundestag >


Fragen zu Pausen- und Ruhezeiten

Aus gegeben Anlass möchten wir auf „5 Fragen zu Pausen und Ruhezeiten hinweisen“, die der Bund-Verlag gesammelt hat:

5 Fragen zu Pausen und Ruhezeiten (bund-verlag.de) >

Herzliche Grüße an die Bewachungsbranche!


Leseempfehlung

Tarifpolitischer Jahresbericht 2020 vom WSI

In den Tarifrunden 2020 wurden von den DGB-Gewerkschaften für insgesamt 10 Millionen Beschäftigte neue Tarifabschlüsse vereinbart. Weitere 8,8 Millionen Beschäftigte profitierten 2020 von Abschlüssen, die bereits 2019 oder früher vereinbart worden waren.

„So unterschiedlich die Auswirkungen der Corona-Krise in den verschiedenen Branchen waren, so verschieden gestalteten sich auch die Tarifauseinandersetzungen in diesen Branchen“, befinden Dr. Thorsten Schulten und das WSI-Tarifarchiv in ihrem Tarifpolitischen Jahresbericht 2020.

Ein Kapitel widmet sich verschiedenen Grundlagen zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes vorrangig durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen; eines beschäftigt sich mit Tarifverträgen zur Beschäftigungssicherung und ein weiteres mit der Entwicklung der Mindestlöhne (neben dem gesetzlichen auch Branchen-Mindestlöhne).

Herunterladen kann man den Bericht auf der Seite des WSI >
Apropos WSI: Das WSI ist das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung und veröffentlicht regelmäßig sehr lesens- und wissenswerte Berichte und Statistiken.


Covid-19

Infektion durch die Arbeit?

Wenn du, eine Kollegin oder ein Kollege durch die Arbeit mit COVID -19 krank wirst, ist es wichtig, die Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen zu benachrichtigen. Nur dann gibt es die Möglichkeit, dass die COVID-19 Erkrankung als Arbeitsunfall bzw. Berufskrankheit anerkannt wird. Nur dann bist du über die gesetzliche Unfallversicherung versichert und erhältst eine bessere Behandlung und bessere finanzielle Unterstützung als durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Was genau zu beachten ist findest Du hier, übrigens auch in verschiedenen Sprachen:

ver.di – COVID-19-Infektion durch die Arbeit? >


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Impressum

Dieser Newsletter wird herausgegeben von ver.di Niedersachsen-Bremen,
Fachbereich Besondere Dientsleistungen
Goseriede 10 | 30159 Hannover

Verantwortlich: Sascha Tietz, Landesfachbereichsleiter
Redaktion: Sascha Tietz und Team Fachbereich
Umsetzung: Tamara Tschikowani, TTS Marketing

Kontakt
E-Mail: fb13.nds-hb@verdi.de | Internet: https://nds-bremen.verdi.de/branchen-und-berufe/besondere-dienstleistungen