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Ausgabe Nr. 4 vom 18. Dezember 2020

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

2020 neigt sich dem Ende. So unterschiedlich man das Jahr insgesamt beurteilen mag, einig wird man sich in einem Punkt: Das hat man so nicht erwartet. Erwartet habt Ihr jedoch sicher diesen, unseren letzten Newsletter des Jahres.

Natürlich darf auch bei uns ein kleiner Rückblick auf das Krisenjahr nicht fehlen. Daneben gab es auch im letzten Quartal einige spannende betriebs- und tarifpolitische Bewegungen, etwa bei ISS Energy am Kernkraftwerk Unterweser, beim TÜV Nord u. v. m. Viele betriebliche Interessenvertretungen haben sich 2020 notgedrungen mit Mobilem Arbeiten beschäftigen müssen – wie Beschäftigte das Thema einschätzen, hat der DGB in seinem Report „Gute Arbeit“ dieses Jahr genauer unter die Lupe genommen. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung kommt in einem aktuellen Papier zu dem Schluss, dass die Corona-Krise bereits bestehende Ungleichheiten in Deutschland verschärft und auch zunehmend der „Mittelstand“ in Gefahr gerät. Ein gewerkschaftlicher Online-Newsletter ruft natürlich auch zu Online-Aktivismus in Form von Petitionen auf.

Wir wünschen eine anregende Lektüre, schöne Feiertage und einen angenehmen Start ins neue Jahr! Bleibt gesund!

Deine Rückmeldung oder Frage kannst du gerne senden an:
fb13.nds-hb@verdi.de

Das Team des Fachbereichs Besondere Dienstleistungen

Zum Jahresende

Mit 2020 nähert sich ein in vielerlei Hinsicht außergewöhnliches Jahr dem Ende. Die Corona-Pandemie hat maßgeblich unser aller Leben bestimmt und wird dies ganz sicher auch noch im kommenden Jahr tun. Anfang 2020 hätten sicherlich die Wenigsten darauf gewettet, dass alles anders kommen sollte, als geplant.

Nicht zuletzt in der Pandemie zeigt sich, wie wichtig kollektive Interessenvertretungen für die Beschäftigten sind. Denn in allen Bereichen der Arbeitswelt stellte und stellt sich letztlich die Frage, auf wessen Schultern die gesellschaftlichen Folgekosten der Pandemie verteilt werden. Dies gilt nicht nur monetär, sondern genauso in Fragen des Gesundheitsschutzes, der Arbeitszeitgestaltung und dem Mobilen Arbeiten.

Dort, wo wir selbstbewusste Personal- und Betriebsräte und starke gewerkschaftliche Organisierung vorfinden, gelingt es besser, auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren, Angriffe abzuwehren, Folgen abzumildern oder sogar Verbesserungen durchzusetzen. Das ist nicht selbstverständlich, sondern dem Einsatz und Engagement der Gewählten sowie der vielen weiteren Ehrenamtlichen und Aktiven geschuldet. Danke dafür!

Lasst uns in diesem Sinne ins neue Jahr gehen. Gemeinsam und solidarisch. Tapfer, unverzagt und lächelnd… Trotz alledem.

Wir wünschen euch ein beschauliches Weihnachtsfest und einen schönen Übergang in 2021, hoffentlich und mit dem gebotenen Abstand im Kreis eurer Familien, Angehörigen sowie Freundinnen und Freunden.

Euer Team im Fachbereich Besondere Dienstleistung in Niedersachsen-Bremen Sascha Tietz, Maren Kaltschmidt-Nagel, Heidrun Ursin, Frank Buscher, Nils Wolpmann und Lars Kalkbrenner

Betriebs- und Tarifpolitisches

„Ohne uns geht nix“ – Erfreuliches Tarifergebnis für ISS Energy KKU

Die Lohn-Verhandlungen zwischen ver.di und der ISS Energy Service GmbH für die Beschäftigten am Standort Kernkraftwerk Unterweser (KKU) verliefen zunächst zum Teil sehr unerfreulich. Die Aussage der Geschäftsführung, dass Unterweser bei den Steigerungen zum Vorjahr angeblich der schlechteste aller ISS-Kraftwerksstandorte sei, sorgte bei den Beschäftigten für Empörung. Logische Folge: „Kämpferische Mittagspause“, Presse-Artikel, Urabstimmung (100 Prozent für unbefristete Streiks) und konkrete Streikvorbereitung. Die ISS-Führung hat dann wohl gemerkt, dass es eng wird und hat dann endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.
Daraufhin kam es dann endlich zum Tarifabschluss


Wohnungswirtschaft

Tarifabschluss bei der hanova Wohnen GmbH

In der allgemeinen Wohnungswirtschaft gibt es einen bundesweiten Flächentarifvertrag. Bei der hanova Wohnen GmbH einen ähnlichen Haustarifvertrag mit der ein oder anderen Besonderheit. So lässt sich auch der aktuelle Tarifabschluss im Hause gut umschreiben...

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TÜV Nord

Eindrucksvolle Aktionen beim TÜV Nord – Coronaprämie verdoppelt und Zusage des Arbeitgebers, 2021 über Prozente zu verhandeln

Am 16.10.2020 sorgten die Beschäftigten für unübersehbare Signale Richtung Arbeitgeber. Daran beteiligten sich auch Kolleginnen und Kollegen in Bremen, Osnabrück und Hannover. Erstmals in der Geschichte des TÜVs befanden wir uns in einem Hybrid-Streik, Beschäftigte im Mobilen Arbeiten etwa konnten über youtube einen Live-Stream von verschiedenen Standorten in Niedersachsen-Bremen, NRW und Hamburg verfolgen. Auch vor Ort wurde einiges geboten… und unsere Erwartungen an Teilnehmenden-Zahlen stellenweise weit übertroffen – zusammenstehen können wir auch mit Abstand. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
TÜV Nord

Wach- und Sicherheitsdienste

Künftig kein Auftragswechsel mehr ohne Betriebsübergang und Tariftreue

Die Verhandlungen mit der Bundesgesellschaft für Zwischenlager (BGZ) waren kompliziert. Aber letztlich erklärte sich die BGZ bei der Vergabe von Bewachungsaufträgen für radioaktive Zwischenlager zu den Prinzipien von Tariftreue und Betriebsübergang. Das wertet ver.di-Verhandlungsführer Frank Buscher als wichtigen Erfolg. „Auch wenn wir die Einzelheiten gerne in einer weitergehenden gemeinsamen Vereinbarung tarifiert hätten, so ist die erzielte BGZ-Regelung doch ein Meilenstein für die kerntechnischen Bewacher*innen in ganz Deutschland.“, so Buscher.
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Wach- und Sicherheitsdienste

Allgemeine WaSi Bremen: Tarifverhandlungen gescheitert - die Zeichen stehen auf Streik!

Keine Bereitschaft unsere Forderungen zu verhandeln, kein neues Angebot seitens der Arbeitgeber. Damit sind die Tarifverhandlungen nach der 2. Runde am 15.12. vorerst gescheitert.

Aktion WaSi 14.12.2020

Securitas Aviation

Gilt das BetrVG eigentlich auch für Securitas Aviation am HAJ?

Die Antwort lautet Ja und man sollte meinen, dass sich der Inhalt des Gesetzes auch in einem seit Jahrzehnten in Deutschland agierenden Weltkonzern wie Securitas herumgesprochen hat. Bei der Dienstplangestaltung sowie der vertrauensvollen Zusammenarbeit, die der Gesetzgeber zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber vorsieht, muss man davon ausgehen, dass es a) doch nicht so ist oder b) wissentlich wie willentlich gegen geltendes Recht verstoßen wird. Am 15. Dezember protestierten Beschäftigte mit Unterstützung von ver.di vor der Geschäftsstelle.

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DGB-Index Gute Arbeit

Report 2020. Mehr als Home-Office – Mobile Arbeit in Deutschland.

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Innerhalb eines Jahres haben viele Beschäftigte ihre Arbeit gleich zwei Mal für viele Wochen ins Homeoffice verlegt, um sich selbst vor Infektionen zu schützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Beschäftigtenbefragung zum DGB-Index Gute Arbeit 2020 befasst sich mit der Verbreitung und Ausprägung der unterschiedlichen Formen mobiler Arbeit.

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Aus dem Ehrenamt

Das neue B

Auch wenn die Rahmenbedingungen alles andere als optimal sind, ist die Erarbeitung einer gemeinsamen Grundlage im möglichen neuen Fachbereich B stets im Fokus. Zur Erinnerung: die jetzigen Fachbereiche 4 (Sozialversicherungen), 6 (Bund & Länder), 7 (Gemeinden), 11 (Verkehr) und wir als 13er sind derzeit in der Diskussion, wie man sich erfolgreich zusammentun könnte.

Um die eigentliche Fusion im kommenden Jahr beschließen zu können, müssen aber bestimmte Themenfelder abgearbeitet sein, um den verschiedenen Hintergründen der Ursprungs-Fachbereiche auf der einen und dem Anspruch eines gemeinsamen Aufschlages auf der anderen Seite gerecht zu werden.

Schon ohne Corona war dies eine Herkulesaufgabe. Der durch die Lockdown-Situationen in weiten Teilen erzwungene Umstieg auf digitale Austauschformate machte die Debatten nicht einfacher. Trotzdem arbeiteten wir konzentriert insbesondere bei den Themengebieten „fachliche Strukturen“ und „Tarifpolitik“ an einer gemeinsamen inhaltlichen Haltung über die Fachgruppen TFW, ISF und FoKuS sowie dem Landesfachbereichsvorstand hinweg. Von konstruktiver Kritik, inhaltlichen Bewertungen bis hin zu ganz pragmatischen Lösungsvorschlägen kam einiges zusammen. Alles unter der Maßgabe „Gutes bewahren und Neues wagen“, um sich auch in der neuen Fachbereich B Welt genauso zuhause zu fühlen wie jetzt im Fachbereich 13.


WSI der Hans-Böckler-Stiftung

Corona-Krise verschärft Ungleichheit

Der Abstand zwischen hohen und niedrigen Einkommen in Deutschland wird durch die Corona-Pandemie weiterwachsen, befindet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI).

Erwerbspersonen mit schon vorher niedrigen Einkommen sind im bisherigen Verlauf der Corona-Krise fast doppelt so häufig von Einbußen betroffen wie Menschen mit hohen Einkommen – und sie haben zudem relativ am stärksten an Einkommen verloren. Damit verschärft sich ein Trend, der auch die wirtschaftlich starken 2010er-Jahre gekennzeichnet hat: Die 20 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkünften blieben von einer insgesamt recht positiven Einkommensentwicklung weitgehend abgekoppelt.

In der Corona-Krise dürfte nach den bislang vorliegenden Daten aber auch zumindest ein Teil der mittleren Einkommen zurückfallen und dadurch die Ungleichheit auf allen Ebenen wieder wachsen – wenn nicht Schutzmechanismen schnell weiter gestärkt werden. Dazu zählen unter anderem ein höheres Kurzarbeitergeld und eine längere Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I über 2020 hinaus bis zum Ende der Krise. Das ergibt der neue Verteilungsbericht, den das WSI Mitte November vorlegte.

Zur Pressemitteilung und zum Download geht es hier lang >


Online-Aktivismus

Zeichen der Solidarität: Petition gegen Standort-Schließungen von Majorel-Callcentern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei Callcenter-Standorte der Firma Majorel. Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im November mitgeteilt, die Standorte zu Ende 2021 komplett zu schließen. Diese Standorte sind Standorte der ehemaligen Telekom Kundenniederlassung Spezial, die dann in die VCS GmbH übergegangen sind. VCS wiederum hat die Beschäftigten dieser Standorte per Betriebsübergang (BGB 613a) zu Bertelsmann überführt und Bertelmann hat letztendlich an Majorel verkauft.

Betroffene Kolleginnen und Kollegen haben nun eine Petition gestartet, um die Standortschließungen zu verhandeln und möglichst zu verhindern. Auf der Seite der Petition sind mehr Details zu den Standorten und zu den Betroffenen beschrieben – unter anderem auch die Tatsache, dass in den Callcentern viele Menschen mit Handicaps arbeiten.

Wir möchten um ein Zeichen der Solidarität bitten. Mit einer digitalen Unterschrift sendet ihr ein Signal für die Beschäftigten vor Ort und erhöht den Druck auf die Verantwortlichen, ihre verdammte soziale Verantwortung wahr zu nehmen.

Petition hier unterzeichnen >

„Seesener Appell“: Asklepios-Kliniken

Viele von Euch werden die Auseinandersetzung mit dem Asklepios-Konzern verfolgt haben. Mit dem »Seesener Appell« fordern die ver.di-Teamdelegierten der Schildautalklinik ein bedarfsorientiertes Gesundheitswesen mit guten Arbeitsbedingungen.

Seit dem 9. Dezember steht der Appell mit prominenten Erstunterzeichnenden zur Verfügung und kann nun auch online unterzeichnet werden >


Hinweise

Terminabsprachen im Landesfachbereich: Gesundheit geht vor

Steigen die 7-Tage-Inzidenzwerte auf einen Wert von über 50, finden unsere Sitzungen und Veranstaltungen finden in der Regel virtuell statt. Das bedeutet Stand jetzt: Geplante Präsenzveranstaltungen und -Sitzungen aller Art werden vorerst als Video- oder Telefonkonferenz durchgeführt.

Wenn es die entsprechenden Daten und Vorgaben zum Gesundheitsschutz wieder erlauben, treffen wir uns in Präsenz – natürlich mit gegenseitiger Rücksicht, dem gebührenden Abstand und unter Beachtung sämtlicher Empfehlungen, denn Eure Gesundheit geht vor.

Pandemie-Prävention bei ver.di: Kein Publikumsverkehr in unseren Geschäftsstellen

Wir haben es irgendwie geahnt. So leicht kommen wir nicht durch diesen Winter. Angesichts steigender Zahlen haben wir uns in den letzten Wochen schon stark eingeschränkt und nicht zwingende Veranstaltungen und Sitzungen abgesagt oder ins Digitale verschoben.

Als weitere Maßnahme schließen wir ab 16. Dezember zunächst bis zum 15. Januar bundesweit auch unsere Geschäftsstellen wieder für den Publikumsverkehr. Damit sind leider auch alle ehrenamtlichen Tätigkeiten wie etwa die Lohnsteuerberatung zurzeit nicht möglich.

Natürlich sind wir aber weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. In dringenden Fällen, insbesondere bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen, können auch persönliche Termine vereinbart werden.

Das sind notwendige, harte Einschnitte in unser gewerkschaftliches Leben in der Hoffnung, dass wir durch Solidarität miteinander diese Pandemie in den Griff bekommen.

Als ver.di setzen wir uns aber auch in dieser Zeit für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Wir haben bewiesen, dass uns auch ein Virus nicht daran hindern kann, für unsere Rechte zu kämpfen. Mit uns ist zu rechnen!


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Impressum

Dieser Newsletter wird herausgegeben von ver.di Niedersachsen-Bremen,
Fachbereich Besondere Dientsleistungen
Goseriede 10 | 30159 Hannover

Verantwortlich: Sascha Tietz, Landesfachbereichsleiter
Redaktion: Sascha Tietz und Team Fachbereich
Umsetzung: Tamara Tschikowani, TTS Marketing

Kontakt
E-Mail: fb13.nds-hb@verdi.de | Internet: https://nds-bremen.verdi.de/branchen-und-berufe/besondere-dienstleistungen